Therapeutische Hypnose

Milton H. Erickson, geboren 1901, gilt als einer der bekanntesten Hypnotherapeuten des 20. Jahrhunderts. Er legte schon früh den Fokus auf die Ressourcen und Stärken seiner Patient*innen. Sein individueller Ansatz, die Art der Kommunikation und des therapeutischen Rapports haben maßgeblich die Hypnotherapieausbildungen geprägt.

 

Vor der ersten Hypnosesitzung werden Ihr persönliches Thema und die damit im Zusammenhang stehenden gewünschten Ziele definiert. Auch müssen Kontraindikationen (siehe unten) ausgeschlossen werden.

 

Wenn dies der Fall ist, dürfen Sie es sich erst einmal bequem machen, ob im Sitzen oder liegend, je nach Bedarf und Vorliebe. Mittels einer für Sie passenden Entspannungstechnik wird eine sogenannte Trance herbeigeführt. Körper und Geist erfahren eine tiefe Entspannung, so dass der Fokus vom bewussten Denken und der Sie umgebenden gegenwärtigen Situation auf Ihr inneres Erleben, das Unterbewusstsein, gelenkt werden kann. Dann beginnt die eigentliche Hypnose, die Arbeit mit Ihren inneren Bildern, Gefühlen und Sinneswahrnehmungen.  Die Hypnose bedient sich dabei der visuellen, auditiven, kinästhetischen, olfaktorischen sowie gustatorischen Sinneswahrnehmungen (VAKOG) und arbeitet sowohl mit den kognitiven wie den emotionalen Aspekten des Erlebens. Bei alledem bleiben Sie bei vollem Bewusstsein, alles geschieht nur, weil Sie es so wollen. Dabei dürfen Sie einmal ganz neugierig und gespannt sein, was Ihr Unterbewusstsein an bereits vorhandenen Ressourcen für Ihr Problem anbietet. Häufig liegt die Lösung schon lange in uns, ohne dass unser Verstand dies zur Kenntnis genommen hat.

 

Mit Hilfe der Therapeutischen Hypnose können auch störende Verhaltensmuster und Überzeugungen / Glaubenssätze neu definiert sowie Entscheidungsprozesse  und Veränderungen des persönlichen Lebensweges angeregt werden. Auch ungesunde Gewohnheiten können abgelegt werden, sofern der Wunsch dazu vorhanden ist.

 

Hypnose eignet sich nicht bei psychotischen Symptomen, schweren Persönlichkeitsstörungen, schweren Depressionen, Epilepsie und anderen Anfallsleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, u. U. bei traumatisiertem Nervensystem (zu viel Entspannung ist schwer auszuhalten), Schwangerschaft.

 

In jedem Fall ist ein Vorgespräch erforderlich. Auch im Rahmen eines bereits laufenden therapeutischen Prozesses kann eine Therapeutische Hypnose hilfreich erscheinen.

 

Die Kosten für eine Hypnosesitzung variieren je nach zeitlichem Aufwand.